Zum Inhalt der Seite

Seoul: Kontroverse um Tod von Bürgermeister

Seoul. Nach dem mutmaßlichen Suizid des Bürgermeisters der koreanischen Metropole Seoul, Park Won Soon, hat es weitere Informationen zu den Vorwürfen gegen ihn gegeben. Eine ehemalige Sekretärin im Bürgermeisteramt der südkoreanischen Hauptstadt hatte vor Parks Tod am Donnerstag Anzeige gegen ihn erstattet. Ihre Anwältin sagte am Montag vor Journalisten, die Mandantin beschuldige Park, sie vier Jahre lang regelmäßig bedrängt zu haben. Der 64jährige Park war kurz nach Mitternacht am Freitag an einem Berg im Norden von Seoul tot aufgefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass Park sich das Leben genommen hat. Rund 20.000 Menschen nahmen nach offiziellen Angaben am Montag an der Trauerkundgebung in Seoul teil. Zuvor waren mit einer Onlinepetition rund 500.000 Unterschriften gegen die Veranstaltung gesammelt worden. Trotz der Kontroverse ließ die Stadtverwaltung von Seoul einen Gedenkaltar vor dem Rathaus errichten und setzte eine fünftägige Trauerfeier an.

(dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.2020, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!