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Äthiopien: Stausee wird befüllt

Addis Abeba. Im Streit um das künftig größte Wasserkraftwerk Afrikas hat Äthiopien vor, auch ohne Einigung mit Ägypten und dem Sudan die Befüllung des Stausees einleiten. »Wir werden nächsten Monat beginnen, den Stausee zu füllen, auch wenn es kein Abkommen zwischen den drei Ländern gibt«, sagte Äthiopiens Außenminister Gedu Andargachew der dpa am Freitag. Man hoffe noch immer auf eine Einigung, doch das »Beharren« Ägyptens, den Wasserfluss zu kontrollieren, werde man nicht zulassen. Der 4,6 Milliarden US-Dollar teure Große Äthiopien-Renaissance-Staudamm, den das Land am Blauen Nil baut, sorgt seit Jahren für Streit mit den Nachbarländern. Addis Abeba will damit für die wirtschaftliche Entwicklung Strom erzeugen. Kairo aber befürchtet, dass nicht mehr genügend Wasser den Nil herabfließt. Ägypten hatte am vergangenen Freitag den UN-Sicherheitsrat eingeschaltet, um eine Lösung zu finden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.06.2020, Seite 7, Ausland

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