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Bootsflüchtlinge von Maltas Behörde ignoriert

Berlin. In der Nacht zu Freitag hat das Rettungsschiff »Sea-Watch 3« 42 Menschen gerettet, deren Boot bereits die maltesische Such- und Rettungszone erreicht hatte. Obwohl der Seenotfall seit Stunden bekannt war, blieben die zuständigen maltesischen Behörden inaktiv, so die Organisation in einer Pressemitteilung. Zuvor hatte das Schiff am Donnerstag 77 Bootsflüchtlinge gerettet. Laut Pressemitteilungwurde die Crew Zeuge der illegalen Rückführung von Menschen durch die sogenannte libysche Küstenwache. Der Internationalen Organisation für Migration zufolge wurden am Freitag 150 Menschen völkerrechtswidrig nach Libyen zurückgebracht. Die insgesamt 119 Geretteten auf der »Sea-Watch 3« werden nun an Bord medizinisch versorgt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.01.2020, Seite 2, Ausland

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