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Spendenaffäre: AfD will Strafe entgehen

Berlin. Die AfD interpretiert die umstrittenen Spenden im Bundestagswahlkampf 2017 an ihre damalige Spitzenkandidatin Alice Weidel als persönliche Zuwendungen. Sie will damit eine Strafzahlung verhindern, die ihr droht, wenn es sich um eine Parteispende handeln würde. Das erfuhr die Deutsche Presseagentur am Freitag aus der Bundestagsverwaltung. Die Süddeutsche Zeitung sowie die Sender WDR und NDR hatten dazu aus einem Schreiben des AfD-Anwalts Frank Saliger an die Bundestagsverwaltung zitiert, in dem von einer »persönlichen Wahlkampfspende« zugunsten von Weidel die Rede sei. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.01.2020, Seite 4, Inland

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