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Bahnkunden sollen seltener entschädigt werden

Brüssel. Wenn es nach den Mitgliedsstaaten der EU geht, sollen Bahnreisende künftig keine Entschädigung mehr erhalten, wenn ihr Zug etwa aufgrund eines Unwetters verspätet ist. Die EU-Verkehrsminister einigten sich am Montag in Brüssel auf eine Klausel über höhere Gewalt in der EU-Richtlinie zu Fahrgastrechten im Bahnverkehr. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) begrüßte den Schritt. Von Verbraucherschützern kam scharfe Kritik.

Entschädigungen wegen Zugverspätungen oder -ausfällen sollen der Einigung zufolge nicht mehr bezahlt werden müssen, wenn die Eisenbahnunternehmen »die dafür verantwortlichen Umstände nicht hätten vermeiden können«. Neben »extremen Wetterbedingungen« zählen dazu etwa auch »Personen auf den Gleisen«, nicht jedoch Streiks des Bahnpersonals. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.12.2019, Seite 2, Kapital & Arbeit

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