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Drogenschmuggel

Spanien bringt Schiff mit 30 Tonnen Kokain auf

Foto: Marcus Brandt/dpa
Der riesige Drogenfund belegt die immer größer werdende Bedeutung des weißen Pulvers ...

Madrid. Die spanische Polizei hat vor den Kanarischen ⁠Inseln 30 Tonnen Kokain auf ⁠einem Schiff beschlagnahmt und damit den bislang größten Fund dieser Droge in Europa gemacht. Die ‌23köpfige Besatzung des unter der Flagge der Komoren fahrenden Schiffes »Arconian« ‌sei in Untersuchungshaft genommen worden, teilte der Nationale Gerichtshof am Donnerstag in Madrid ⁠mit. Die Guardia Civil ‌habe den Frachter bereits am 1. Mai abgefangen. Den Wert der ​Ladung bezifferte das Gericht auf mehr als 812 Millionen Euro.

Mit der Menge von 30 Tonnen übertrifft der Fund ‌den bisherigen europäischen Rekord von 25 Tonnen, die die deutsche Polizei ‌im Juni 2024 ‌im Hamburger ⁠Hafen ⁠sichergestellt hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kokain ⁠auf offener See auf Schnellboote umgeladen ‌und auf das spanische Festland geschmuggelt werden sollte.

Bei der ⁠Durchsuchung seien zudem Schusswaffen und Munition gefunden worden, hieß es weiter. Sechs der 23 Besatzungsmitglieder hätten sich beim Eintreffen der Beamten versteckt. Sie stammten aus den ‌Niederlanden und Surinam, während die übrigen 17 Seeleute von den Philippinen kämen. An den Ermittlungen waren auch ​niederländische und US-amerikanische Behörden beteiligt. (Reuters/jW)

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Erschienen am 08.05.2026, Kapital & Arbeit

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