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Polizeigewalt

Alles gesichert

Dortmund. Die Bundespolizei lässt Vorwürfe von Fanvertretern wegen eines Einsatzes nach dem Revierderby zwischen den Fußballbundesligisten FC Schalke 04 und Borussia Dortmund von der Staatsanwaltschaft überprüfen. Das teilte die Bundespolizei am Montag mit. Alle Videoaufnahmen seien gesichert. Sie würden der Staatsanwaltschaft Dortmund zur weiteren Bewertung »zeitnah« vorgelegt. Nach dem weitgehend friedlich verlaufenen Spiel am Samstag hatte es am Abend laut Polizei am Dortmunder Hauptbahnhof Provokationen zwischen einem Schalke-Fan und einer größeren Gruppe BVB-Fans gegeben. Die Polizei habe den Schalke-Fan schützen müssen. Daraufhin habe es »Solidarisierungseffekte« gegen die Beamten gegeben. Deshalb habe die Bundespolizei die Vorhalle des Bahnhofs geräumt und dabei auch Pfefferspray eingesetzt. Es seien zehn Fans verletzt worden, sagte Sprecher Volker Stall.

Es könnten durchaus mehr sein: Die Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte in NRW zeigt auf ihrem Twitter-Account ein von der Polizei als echt eingestuftes Video, auf dem ein Bundespolizist am Bahnhof einen Dortmunder Fan tritt. Das Fanzine schwatzgelb.de meldete zudem, einer seiner Redakteure sei, obgleich an den Auseinandersetzungen nicht beteiligt, von einem Polizisten unvermittelt mit dem Schlagstock ins Gesicht geschlagen worden. Er habe dabei schwere Gesichtsverletzungen erlitten und hätte noch am Wochenende operiert werden müssen. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2019, Seite 16, Sport

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