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Sachsens Justiz spähte jahrelang Anwalt aus

Dresden. Sächsische Ermittler haben offenbar über Jahre hinweg die Handydaten eines Strafverteidigers erfassen lassen. Nach Recherchen von Spiegel und MDR ließen mehrere Staatsanwaltschaften sowie das sächsische Landeskriminalamt Telekommunikationsverbindungen des Dresdner Rechtsanwalts Ulf Israel sammeln, wie das Blatt am Freitag online berichtete. Der Anwalt geriet ins Visier der Ermittler, als er polnische Autoschieber als Mandanten vertrat. Anwälte sind als Berufsgeheimnisträger eigentlich gesetzlich weitgehend vor Nachstellungen der Justiz geschützt. Israel hat einen Staatsanwalt wegen des Verdachts der Rechtsbeugung angezeigt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.09.2019, Seite 2, Inland

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