-
02.09.2019
- → Feuilleton
Festgehalten
Ungeachtet der Vorwürfe einiger Frauen wegen sexueller Belästigung hält auch die Wiener Staatsoper an den mit Opernstar Placido Domingo geschlossenen Verträgen fest. Aus seiner Sicht gebe es keinen rechtlich haltbaren Grund, diese nicht zu erfüllen, sagte Dominique Meyer, Direktor der Staatsoper, am Freitag der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Er könne die Vorwürfe nicht beurteilen und wolle sie auch nicht verharmlosen, meinte Meyer. »Gleichzeitig will ich auch Placido Domingo nicht vorverurteilen.«
Mehrere Sängerinnen hatten Domingo teils Jahrzehnte zurückliegende Übergriffe vorgeworfen. Die Oper in San Francisco und das Philadelphia Orchestra haben inzwischen geplante Konzerte mit Domingo abgesagt, der Sänger hat die Anschuldigungen als unzutreffend zurückgewiesen. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!