Zum Inhalt der Seite

Großbanken fusionieren doch nicht

Frankfurt. Die seit Wochen laufenden Verhandlungen über einen Zusammenschluss von Deutsche Bank und Commerzbank sind gescheitert. Beide Geldhäuser seien nach gründlicher Prüfung zu dem Schluss gekommen, dass eine Fusion »keinen ausreichenden Mehrwert« bieten würde, teilten die Institute am Donnerstag in Frankfurt mit. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschland-Chef Jörg Kukies, gelten als Befürworter der Fusion, die einen »nationalen Champion« schaffen sollte, um mit den großen Banken in den USA konkurrieren zu können. Deswegen steht Scholz nun in der Kritik.

Der Bund hat bei der Commerzbank ein Mitspracherecht, weil er seit der Bankenrettung mittels Steuermilliarden mit 15 Prozent größter Anteilseigner ist – Scholz hatte aber immer betont, sich nicht in die Verhandlungen einmischen zu wollen. (Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.04.2019, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!