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Japan: Entschädigung für Sterilisierung

Tokio. In Japan sollen Opfer staatlicher Zwangssterilisierungen entschädigt werden. Das beschloss das Parlament am Mittwoch einstimmig. Regierungschef Shinzo Abe entschuldigte sich anschließend bei den Betroffenen für das erlittene Leid. Bis zum Jahr 1996 galt in Japan ein Eugenikgesetz, wonach Menschen mit einer geistigen Behinderung ohne ihre Zustimmung sterilisiert werden konnten. Jeder von ihnen soll dem Parlamentsbeschluss zufolge 3,2 Millionen Yen (rund 25.000 Euro) Entschädigung bekommen. Aktivisten, die sich für die Betroffenen einsetzen, halten die Summe für zu niedrig. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.04.2019, Seite 7, Ausland

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