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Sudan: Militärrat nicht mehr anerkannt

Khartum. Die Protestbewegung im Sudan will den Druck auf den herrschenden Militärrat zur Übergabe der Macht an eine Zivilregierung weiter erhöhen. Man habe sich für eine Eskalation der Demonstrationen entschieden, weil es der Militärrat mit einer Machtübergabe nicht ernst meine, sagte ein Sprecher der Bewegung bei einer Massenkundgebung in der Hauptstadt Khartum am Sonntag. Der Rat sei lediglich eine Fortführung des alten Regimes. Daher werde man seine Legitimität nicht mehr anerkennen, die Sitzblockaden vor dem Verteidigungsministerium fortsetzen und die Proteste verstärken. Der Chef des »Übergangsrates«, Abdel Fattah Al-Burhan, hatte zuvor erklärt, dass über die Forderung nach einem gemeinsamen Rat aus Militär- und Zivilvertretern weiter gesprochen werden solle. Nach monatelangen Massenprotesten hatte die Armee den seit 30 Jahren autokratisch regierenden Staatschef Omar Al-Baschir am 11. April zum Rücktritt gezwungen und inhaftiert. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.04.2019, Seite 6, Ausland

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