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Fußball

Spielfilmriss

Berlin. Union Berlin hatte Samstag mittag den SC Paderborn zu Gast.

Union, in Feuerwehrrot, eröffnet mit Billardfußball im Sechzehner des Gegners und reiht Chancen auf die rote Kette. Der Club von der Pader spielt blitzsauberen Konterfußball dagegen. In der 41. Minute läuft Christopher Antwi-Adjej los, er ist klein und wendig, überfordert die Unioner und beendet seinen 50-Meter-Sprint mit dem 0:1. Halbzeitpause. Der Stadionsprecher erzählt, dass Frank den Kampf gegen den Krebs verloren habe. Auch das ist eine Dimension von Union: Das ganze Stadion verabschiedet Frank mit Chorgesängen. Chancenparade des Lebens bis zum Abpfiff.

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In der zweiten Halbzeit reißt Union der Spielfilm, Paderborn schießt noch zwei schnelle Tore, ehe Sebastian Polter zum 1:3 verkürzt. Bisschen spät. Schlusspfiff, das Stadion macht noch mal richtig Alarm – nach 14 Monaten die erste Heimniederlage. Wenn die Serie reißt, wird die Serie gefeiert. Union bleibt Dritter, mit drei Punkten vor dem Vierten.

Volker Braun

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.04.2019, Seite 16, Sport

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