-
11.03.2019
- → Sport
Zu Hause ungeschlagen
Berlin. Freitag abend, der Stadionsprecher von Union Berlin begrüßt die 21.000 Zuschauerinnen und Zuschauer gegen den Vorletzten der 2. Liga, Audi Ingolstadt: »Leute, heute ist Kampftag für Frauenrechte«, das Stadion applaudiert artig. Union eröffnet als Bademeister das Freiluftschießen von Ingolstadt. Sonny Kittel prüft Unions Keeper Rafal Gikiewicz, Almog Cohen vergeigt aus fünf Metern. Das Geheimnis dieser Saison in Köpenick ist, dass Union auch im Schlechtsein gut ist, sich in die Bälle stürzt in aussichtslosesten Lagen. Kurz vor der Pause, Fußball ist lustig, Anderson mit Elfer: 1:0 für den FCU. In der Halbzeitpause werden die Zuschauer gebeten, auf dem Rückweg auf die wandernden Kröten zu achten. Die Ultras mit Transparenten gegen den Videobeweis. In der 2. Halbzeit hilft Union mit, den 20-Millionen-Audi aus der Liga zu schießen. Das Spiel ist bissig, zwei Ingolstädter fliegen von Platz und nach dem 2:0 durch Akaki Gogia nach Pfostenschuss des pfeilschnellen Suleiman Abdullahi versinkt der Berliner Südosten in seinen Schalparaden.
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!