-
25.02.2019
- → Inland
Nazipropaganda im Amtsblatt
Hildburghausen. Wegen der unkommentierten Veröffentlichung einer historischen Anzeige aus der Nazizeit im Amtsblatt ist die Stadtverwaltung im thüringischen Hildburghausen in die Kritik geraten. Die Anzeige hatte eine Trauerfeier für die Opfer eines alliierten Luftangriffes auf Hildburghausen angekündigt, der am 23. Februar 1945 stattgefunden hatte. Im abgebildeten Ablaufplan ist von einem »Terrorangriff« die Rede. »Ein Wort des Führers« lautet einer der Programmpunkte. Über der Anzeige im Amtsblatt erinnert der Bürgermeister der Stadt Hildburghausen, Holger Obst (CDU), in einem kurzen Text an die Luftangriffe. Die Anzeige bleibt dabei unkommentiert. Obst kündigte an, »den Vorgang auszuwerten«. Die Anzeige hätte besser gekennzeichnet und eingeordnet werden müssen, erklärte er am Sonntag. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!