Zum Inhalt der Seite

Huawei-Chef weist US-Drohungen zurück

Bangalore. Die Verhaftung der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou auf Betreiben der USA in Kanada ist nach Einschätzung des Firmengründers Ren Zhengfei politisch motiviert gewesen. Er weise das Vorgehen – in dem Fall und bei Versuchen, die Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens in westlichen Staaten zu untergraben – zurück, sagte Ren in einem Interview mit der britischen BBC.

»Diese Art eines politisch motivierten Aktes ist nicht akzeptabel.« Auch die Boykottdrohungen aus Washington seien nicht zielführend. »Die Welt kann uns nicht entbehren, weil wir weiter fortgeschritten sind«, so der Konzernlenker und Vater der inhaftierten Finanzchefin. »Wenn die Lichter im Westen ausgehen, wird der Osten scheinen.«

Das US-Justizministerium wies den Vorwurf eines politischen Hintergrundes im Fall Meng Wanzhou zurück. Man stütze sich allein auf Beweise und Gesetze, hieß es in einer Stellungnahme. (Reuters/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2019, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!