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Großdemo in Bern für Lohngleichheit

Bern. Rund 20.000 Menschen haben am Sonnabend in der Schweizer Hauptstadt Bern für Lohngleichheit demons­triert. Zu dem Protestmarsch aufgerufen hatten die Gewerkschaft Unia und 40 weitere Organisationen. Die formale Gleichheit zwischen den Geschlechtern wurde 1981 in der Schweizer Verfassung verankert. Laut Unia verdienen Frauen in dem Land im Schnitt aber immer noch 20 Prozent weniger als Männer. Der Schweizer Nationalrat wollte am gestrigen Montag über einen Gesetzentwurf beraten, der Maßnahmen gegen diese Diskriminierung vorsieht. Die Regierung will, dass Firmen mit mehr als 50 Mitarbeitern alle vier Jahre Rechenschaft darüber ablegen müssen, ob sie gleiche Löhne für Männer und Frauen zahlen. Die zweite Parlamentskammer, das Ständehaus, hatte im Mai jedoch eine Vorlage angenommen, nach der nur noch Betriebe mit mehr als 100 Angestellten kontrolliert werden sollen. Die Gewerkschaften fordern hingegen harte Strafen bei Lohndiskriminierung und drohen für 2019 mit einem »Frauenstreik«. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.09.2018, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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