-
01.08.2018
- → Antifaschismus
Naziraubkunst bleibt in US-Museum
San Francisco. Zwei von den Nazis geraubte Gemälde des Renaissancekünstlers Lucas Cranach der Ältere (1472–1553) sollen nach einem Gerichtsentscheid in einem kalifornischen Museum bleiben. Gemäß der am Montag veröffentlichten Entscheidung eines US-Berufungsgerichts ist das »Norton Simon Museum« in Pasadena der rechtmäßige Besitzer des zweiteiligen Altarbilds mit einer lebensgroßen Darstellung von Adam und Eva. Das Gremium bestätigte damit das Urteil eines US-Bezirksgerichts von 2016. Für Marei von Saher, Erbin des jüdischen Kunstsammlers Jacques Goudstikker, endet der langjährige Rechtsstreit somit in einer Niederlage. Laut den Gerichtsakten hatte Reichsmarschall Hermann Göring die Familie des auf der Flucht verstorbenen Kunsthändlers Jacques Goudstikker aus Amsterdam 1940 zum Verkauf dieser und anderer Bilder gezwungen. Nach dem Krieg hätten die Alliierten die Raubkunst an die Niederlande zurückgegeben. Die Familie Goudstikker habe damals entschieden, die Werke nicht zurückzufordern. 1971 erwarb das Museum in Kalifornien die auf heute 24 Millionen Dollar geschätzten Gemälde. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!