-
21.07.2018
- → Inland
Libyen: Keine Lager für Geflüchtete
Berlin. Der vom Westen als Ministerpräsident Libyens anerkannte Fajes Al-Sarradsch hat sich entschieden gegen Pläne der EU ausgesprochen, in Nordafrika Lager für aus Europa abgeschobene Flüchtlinge einzurichten. »Nein, das wird es bei uns nicht geben«, sagte Al-Sarradsch der Bild (Freitagausgabe). »Wir sind absolut dagegen, dass Europa ganz offiziell bei uns illegale Migranten unterbringen will, die man in der EU nicht haben möchte«, fügte er hinzu. Auch lehne er Geschäfte mit der EU ab, »um illegale Migranten aufzunehmen«. Al-Sarradsch empfahl der EU, Druck auf die Herkunftsländer der Flüchtlinge auszuüben. Die EU hatte sich bei ihrem Gipfeltreffen Ende Juni auf eine Verschärfung ihrer Abschottungspolitik verständigt. Sie will unter anderem Asylsuchende in Lagern außerhalb ihres Territoriums unterbringen. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!