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Kritik aus Tschechien an Merkel-Rede

Prag. Eine Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum »Tag der Opfer von Flucht und Vertreibung« hat in Tschechien für Empörung gesorgt. Staatspräsident Milos Zeman äußerte »tiefste Missbilligung«, wie Radio Prag am Donnerstag berichtete. Merkel hatte in ihrer Rede am Mittwoch in Berlin gesagt, »Vertreibung und Flucht der Deutschen« seien zwar »unmittelbare Folge des von Deutschland begonnenen Zweiten Weltkriegs« gewesen. Jedoch hatte sie hinzugefügt, »dass es für Vertreibung weder eine moralische noch eine politische Rechtfertigung gab«. Premierminister Andrej Babis sagte, damit würden »alte Wunden aufgerissen«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.06.2018, Seite 2, Ausland

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