Zum Inhalt der Seite

Regierung in Wien kürzt bei Frauenprojekten

Wien. Die Budgetkürzungen der rechtskonservativ-nationalistischen österreichischen Regierung für frauenpolitische Projekte gehen weiter. Nach Streichungen bei etlichen Initiativen und Verbänden meldete der Verein »Frauensolidarität« am Dienstag auf seiner Webseite, ihm seien die Mittel für die Medienarbeit komplett gestrichen worden.

Bis jetzt erhielt die Gruppe für die von ihr herausgegebene Zeitschrift Frauen*solidarität und Radiosendungen jährlich 22.000 Euro vom Frauen- und vom Bildungsministerium. Zum Jahreswechsel waren bereits die 5.000 Euro aus letzterem gestrichen worden. Am Montag erfuhren die Mitarbeiterinnen des Vereins, nun werde es auch die 17.000 Euro aus dem Frauenministerium nicht mehr geben. Die Frauen*solidarität ist eine entwicklungspolitische Zeitschrift, die über Frauenbewegungen und das Verhältnis der Geschlechter in den Ländern des globalen Südens informiert. (jW)

frauensolidaritaet.org

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 08.06.2018, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!