Zum Inhalt der Seite

Cristina Fernández muss vor Gericht

Buenos Aires. Argentiniens Expräsidentin Cristina Fernández de Kirchner muss sich wegen mutmaßlicher Strafvereitelung im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf ein jüdisches Zentrum in Buenos Aires im Jahr 1994 juristisch verantworten. Dies teilte die argentinische Justiz am Montag (Ortszeit) mit. Neben Kirchner stehen demnach weitere ehemalige Regierungsmitglieder aus ihrer Amtszeit vor Gericht. Bei dem Anschlag waren 85 Menschen getötet worden. Kirchner soll 2012 als Staatschefin einen Pakt mit dem Iran unterzeichnet haben, demzufolge als Drahtzieher verdächtigte ranghohe iranische Beamte statt in Buenos Aires in Teheran verhört werden sollten. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2018, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!