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Festung Europa

Wieder sterben Menschen im Mittelmeer

Genf. Vor der Küste Libyens ist am Freitag morgen ein Boot mit mehr als 90 Menschen gekentert. Das teilte die Sprecherin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Olivia Headon, in Tunis mit. Sie fürchte, dass die meisten Flüchtlinge und Migranten an Bord umgekommen seien. Nach ersten Berichten gebe es nur drei Überlebende: Zwei seien an Land geschwommen, ein weiterer sei von Fischern gerettet worden. Zehn Leichen seien an der Küste angespült worden.

Krokodilstränen gab es in Brüssel. »Jedes verlorene Menschenleben ist eins zuviel«, sagte EU-Sprecherin Catherine Ray. Die Union werde die Rettung von Flüchtlingen in Seenot und den Kampf gegen Schlepper fortsetzen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2018, Seite 2, Ausland

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