-
19.01.2018
- → Feuilleton
Schaden mal zwei
Die russischen Behörden haben die Betrugsvorwürfe gegen den unter Hausarrest stehenden Regisseur Kirill Serebrennikow bekräftigt. Die Schadenssumme sei nahezu doppelt so hoch wie ursprünglich angenommen, teilte das Kulturministerium in Moskau mit, statt 68 Millionen Rubel betrage sie 133 Millionen Rubel (knapp zwei Millionen Euro), Gehälter und Sachausgaben eingerechnet. Ein Moskauer Gericht verlängerte den Hausarrest für Serebrennikow, der seit August besteht, um drei Monate bis zum 19. April. Die Ermittlungsbehörde habe 120 Aktenbände mit Vorwürfen gegen den Regisseur und weitere Beschuldigte aus dessen Umfeld erstellt, berichteten Agenturen. Serebrennikow ist einer der bekanntesten Theatermacher in Russland. Ihm wird vorgeworfen, mit seiner Produktionsfirma »Siebtes Studio« im großen Stil Subventionen unterschlagen zu haben. Vor Gericht meinte der 48jährige, dem Staat könne kein Schaden entstanden sein, weil es zahlreiche Veranstaltungen mit Tausenden Zuschauern gegeben habe. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!