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Tarifrunde in Metallbranche beginnt

Stuttgart. Mit der Forderung nach kürzeren Arbeitszeiten und Lohnausgleich geht die IG Metall in die Tarifrunde. Ab Mittwoch wird in der Metall- und Elektroindustrie verhandelt, unter anderem in Baden-Württemberg, wo schon häufig Pilotabschlüsse erzielt worden sind. Stefan Wolf, Chef von Südwestmetall und Verhandlungsführer für die Konzernseite, hält den Wunsch der Gewerkschaft allerdings für indiskutabel. »Wir sehen in der Forderung einen totalen Systemwandel«, sagte Wolf am Wochenende. Nach Vorstellungen der IG Metall sollen die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten von den guten Geschäften der Branche profitieren und sechs Prozent mehr Geld bekommen. Zudem sollen sie individuell, und das dürfte der Knackpunkt werden, ihre Arbeitszeit vorübergehend von 35 auf bis zu 28 Stunden pro Woche absenken können – wobei bestimmte Gruppen dafür einen finanziellen Ausgleich erhalten sollen. Südwestmetall will hingegen, dass Unternehmen unbegrenzt die Möglichkeit bekommen, mit ihren Mitarbeitern eine Arbeitszeit von bis zu 40 Stunden zu vereinbaren. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2017, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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