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G 20 planen Treffen zur Stahlkrise

Berlin. Die 19 »führenden Wirtschaftsmächte« plus EU wollen Ende November in Berlin Wege aus der Krise der Stahlbranche suchen. Vertreter der G 20 – der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer – sowie weiterer Staaten würden angesichts der Überkapazitäten und drohender Handelsstreitigkeiten am 30. November miteinander über das Thema beraten, hieß es am Freitag aus dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin.

Die Staatengruppe hatte bei ihrem Gipfel Anfang Juli in Hamburg Beschlüsse zum Thema Konkurrenzkampf auf dem globalen Stahlmarkt vertagt. Die USA werfen vor allem China vor, »unfaire« Praktiken anzuwenden und mit Dumpingpreisen Marktanteile zu erobern. Washington prüft, ob Stahleinfuhren die »nationale Sicherheit« gefährden.

Aus Sicht der EU wären Strafzölle ungerechtfertigt und ein Verstoß gegen Regeln der Welthandelsorganisation (WTO). Ein in China gegründetes »globales Forum« zum Abbau der Überkapazitäten beim Stahl wurde aufgefordert, schneller zu arbeiten. Die Wirtschaftswoche hatte den Ende November geplanten als einen »Welt-Stahlkrisengipfel« bezeichnet. Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig (SPD) sagte dem Blatt: »Wir wollen gemeinsam diskutieren, wie wir Überkapazitäten auf den Weltmärkten verhindern und fairen Wettbewerb garantieren können«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.10.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

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