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Kritik an Onlinewerbung nimmt zu

Berlin. Werbung im Netz stößt bei Verbrauchern immer stärker auf Kritik. Das teilte der Deutsche Werberat am Dienstag in Berlin mit. Besonders das in einigen Spots dargestellte Frauenbild habe einige Nutzern verärgert. Insgesamt habe der Werberat in 57 Fällen bei Onlinewerbung Entscheidungen treffen müssen, ein Anstieg um 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Viertel aller Beschwerden entfielen demnach mittlerweile auf den Onlinebereich, gefolgt von TV-Spots und Plakatwerbung.

Der Werberat, eine Art Schiedsgericht des Zentralverbands der Deutschen Werbewirtschaft, hält den Trend jedoch nicht für besorgniserregend. Denn es sei der Eindruck entstanden, dass »die Internetwerbung gegenwärtig organisiert unter Beobachtung gestellt« werde, um ein Beschwerdeverfahren beim Werberat einleiten zu können, hieß es in der Mitteilung. »Dies betrifft insbesondere die Rubrik geschlechterdiskriminierende Werbung«, so Werberatssprecherin Julia Busse, die insgesamt eine »überzogene Protestkultur« registrierte. Daher seien auch lediglich fünf Rügen ausgesprochen worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.08.2017, Seite 15, Medien

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