-
10.07.2017
- → Inland
G 20: Verbände rügen Akkreditierungsentzug
Berlin/Hamburg. Journalistenverbände protestieren dagegen, dass mehreren Pressevertretern ihre Akkreditierungen für den G-20-Gipfel entzogen wurden. Das Vorgehen des Bundeskriminalamtes (BKA) sei »rechtlich äußerst fragwürdig«, erklärte die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Journalisten-Union (DJU), Cornelia Haß, am Samstag. Es dränge sich der Eindruck auf, dass hier »unliebsame Berichterstattung unterbunden werden« sollte. Die DJU habe Widerspruch bei den Behörden eingelegt und wolle die Vorfälle gerichtlich überprüfen lassen.
Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Frank Überall, sagte gegenüber dpa, man gehe von bis zu 15 Betroffenen aus. Das Verhalten von BKA und Bundespresseamt sei »zumindest geeignet, Bauchschmerzen in Sachen Pressefreiheit zu bekommen«. Betroffen waren u. a. Kollegen von junge Welt und Weserkurier (siehe jW-G-20-Blog). Das BKA erklärte via Twitter, konkrete Gründe könnten die Betroffenen erfragen. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!