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Welterbe Hebron

Die UNESCO hat einem Notfallantrag der Palästinenser entsprochen und die Altstadt von Hebron zum Weltkulturerbe erklärt. Zugleich wurde das Areal auf die Liste gefährdeter Stätten gesetzt. Auf die Bekanntgabe der Entscheidung des Welterbekomitees am Freitag in Krakau reagierte der israelische Erziehungsminister Naftali Bennett empört: »Die jüdische Verbindung zu Hebron reicht Tausende Jahre zurück«, sagte der Orthodoxe von der nationalreligiösen Partei »Jüdisches Haus«: »Hebron (…) und die Patriarchengräber (…) sind die ältesten Kulturerbestätten unseres Volkes.« Die Patriarchengräber sind für Muslime, Juden und Christen heilig. Nach israelischen Medienberichten werden sie als Bestandteil der Altstadt nun als »palästinensische Welterbestätten« aufgeführt. Hebron ist seit 1998 zweigeteilt. Eine von Israel kontrollierte Zone mit etwa 800 jüdischen Siedlern ist umgeben von einem Teil, in dem die Palästinensische Autonomiebehörde das Sagen hat und etwa 50.000 Palästinenser leben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2017, Seite 10, Feuilleton

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