Zum Inhalt der Seite

Amnesty: EU versagt im Umgang mit Flüchtlingen

Berlin/Tallinn. Amnesty International (AI) wirft der EU vor, ihrer Verantwortung bei der Seenotrettung im Mittelmeer nicht gerecht zu werden. AI-Experte René Wildangel forderte am Donnerstag in Berlin, gerettete Menschen dürften nicht nach Libyen zurückgebracht werden, da sie dort Missbrauch, Vergewaltigung und Folter ausgeliefert seien. Die 2017 wieder deutlich gestiegene Zahl der Todesopfer im Mittelmeer sei auch auf das Versagen der Europäischen Union zurückzuführen.

Anlass des Appells war das Treffen der EU-Innenminister, das am Donnerstag in Estlands Hauptstadt Tallinn begann. Dabei waren unter anderem die Forderungen Italiens nach Entlastung bei der Flüchtlingsversorgung Thema. (Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2017, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!