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Tusk: Strenge Auflagen für Nord Stream 2

Brüssel. Der aus Polen stammende EU-Ratspräsident Donald Tusk fordert strenge Auflagen für das Gasleitungsprojekt »Nord Stream 2« von Russland nach Deutschland. In einem Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verlangte er eine »umfassend europäische Lösung« und die Einhaltung aller EU-Regeln, wie Diplomaten am Dienstag bestätigten.

Die Leitung durch die Ostsee soll zusätzlich zur bereits bestehenden Trasse Nord Stream 1 entstehen und ab 2019 mehr russisches Gas nach Westeuropa bringen. Vor allem osteuropäische Länder lehnen sie ab, unter anderem mit dem Argument, man mache sich noch abhängiger von Russland. Zudem werde die Ukraine als wichtigstes Transitland für russisches Gas ausgeschaltet (was dem mit Brüssel befreundeten Kiewer Regime Einnahmeverluste beschert und die oftmals praktizierte Selbstbedienung unmöglich macht; jW). (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.06.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

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