Zum Inhalt der Seite

Österreich: Zölle auf Stahl aus China gefordert

Wien. Die österreichische Produktionsgewerkschaft (ProGe) hat anlässlich des europäischen Stahltages am 10. Mai strengere Regelungen gegen Dumpingpreise in der Branche gefordert. Angeblich setzten »vor allem die staatlich subventionierten Billigimporte aus China« diesem Industriezweig in Europa zu. Die EU-Kommission habe Importzölle gegenüber einigen Stahlprodukten aus der Volksrepublik zwar angehoben, sie seien aber noch deutlich zu niedrig. Die Gewerkschaft fürchtet, dass Arbeitsplätze – rund 15.000 Beschäftigte sind in der österreichischen Stahlindustrie tätig – verlorengehen könnten. Die deutsche IG Metall schlägt ähnliche Töne an. Zum Stahlaktionstag vor einem Jahr hatte sie zusammen mit den Managern der Branche höhere Zölle für Produkte aus China verlangt. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.05.2017, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!