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Weniger Asylsuchende und Antragsstau

Berlin. Die Zahl der nach Deutschland kommenden Asylsuchenden hat sich im April leicht verringert. Insgesamt seien in dem Monat 11.952 neue Personen registriert worden, teilte das Bundesinnenministerium am Montag in Berlin mit. Das waren rund 3.000 weniger als noch im März, als mit 14.976 Asylsuchenden ähnlich viele Menschen kamen wie in den zwei Vormonaten. Insgesamt wurden von Januar bis April 79.930 Asylanträge eingereicht. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres entspricht dies einem Rückgang um fast 69 Prozent.

Die offenen Fälle beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) konnten zwar weiter abgebaut werden: Die Zahl der anhängigen Verfahren reduzierte sich gegenüber März von etwa 278.000 auf rund 232.500. Den Angaben zufolge wurde im April über die Anträge von 63.420 Personen entschieden. Die Welt am Sonntag hatte unter Berufung auf die Behörde berichtet, dass trotz des hohen Arbeitsaufwands Personal abgebaut wurde. Die Mitarbeiterzahl sank demnach von 9.750 Anfang Dezember auf rund 7.900 Anfang April. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2017, Seite 4, Inland

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