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Publikation verhindert

Siemens hält Studie zu Korruption zurück

München. Der Siemens-Konzern will eine Auftragsstudie zum milliardenschweren Schmiergeldskandal von 2006 nicht eigenständig veröffentlichen. Man verspreche sich von einer Publikation der Forschungsergebnisse als Buch keine neuen Erkenntnisse, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag in München. Zitate aus internen Protokollen seien nicht für die Öffentlichkeit geeignet. Der Spiegel hatte unter Berufung auf die beiden Autoren Cornelia Rauh und Hartmut Berghoff berichtet, Siemens halte die 2011 in Auftrag gegebene Untersuchung seit 2014 unter Verschluss, obwohl den beiden Historikern eine Publikation als Buch zugesagt worden sei. Demnach sollen die Wissenschaftler zu dem Schluss kommen, die Einigung zwischen den Strafverfolgungsbehörden und Siemens habe einen »Schleier über Tausende Vorwürfe« gelegt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.03.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

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