-
20.03.2017
- → Kapital & Arbeit
Gammelfleischskandal in Brasilien
Brasília. Nach der Aufdeckung eines Gammelfleischskandals in Brasilien hat Präsident Michel Temer sein Kabinett am Sonntag zu einer Krisensitzung einberufen, teilte das Präsidentenbüro mit. Die Korruptionsaffäre war am Freitag nach zweijährigen Ermittlungen der Polizei publik geworden. Dutzende Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen bestochen worden sein, um den Verkauf von verdorbenem Fleisch zuzulassen. Nach Razzien in Dutzenden Produktionsstätten wurden 27 Haftbefehle erlassen. Das Landwirtschaftsministerium feuerte 33 Beamte. Drei Betriebe wurden geschlossen und 21 weitere unter Beobachtung gestellt. Nach Angaben der Behörden wurden in einigen Fällen krebserregende Stoffe beigemischt, um den Geruch des verdorbenen Fleisches zu überdecken. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!