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Gewaltvorwürfe gegen Ungarns Behörden

Budapest. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) wirft den ungarischen Grenzbehörden ein immer gewalttätigeres Vorgehen gegen Asylsuchende vor. Zu den Misshandlungen komme es regelmäßig, wenn die Ungarn Flüchtlinge im Grenzgebiet zu Serbien aufgriffen und dorthin zurückdrängten, hieß es in einer Stellungnahme von MSF-Deutschland vom Donnerstag. Von Januar 2016 bis Februar 2017 registrierte die Organisation in Serbien 106 Verwundungen durch vorsätzliche Gewalt. Die meisten davon seien auf Schläge, Hundebisse und Reizungen durch Tränengas und Pfefferspray zurückzuführen. Ungarn bestreitet, Gewalt gegen Flüchtlinge anzuwenden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.03.2017, Seite 7, Ausland

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