-
25.02.2017
- → Ausland
UNO kritisiert mildes Urteil in Israel
Genf. Das UN-Menschenrechtsbüro hat das milde Urteil gegen einen israelischen Soldaten kritisiert, der einen verletzten palästinensischen Attentäter erschossen hatte. Die Bestrafung sei »über Gebühr nachsichtig« ausgefallen, sagte Sprecherin Ravina Shamdasani am Freitag in Genf. Ein Gericht hatte den 21jährigen am Dienstag wegen Totschlags zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt. Diese Entscheidung stehe »auch im Kontrast zu Urteilen, die andere israelische Gerichte wegen deutlich kleinerer Straftaten verhängt haben, etwa dreijährige Haftstrafen für Kinder, die Steine auf israelische Autos geworfen haben«, sagte Shamdasani. Der Soldat Elor Asaria hatte im März 2016 einen verletzt am Boden liegenden Palästinenser mit einem Kopfschuss getötet. Die Tat im besetzten Westjordanland war gefilmt worden. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!