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Jugendschützer: Viele TV-Trailer schädlich

Berlin. Immer mehr Trailer etwa für Filme ab 18 sind inzwischen tagsüber zu sehen. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) sieht das kritisch. Im Tagesprogramm liefen »auch grenzwertig gestaltete Bewegtbildtrailer für Sendungen, die nicht für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen geeignet sind«, erklärte der KJM-Vorsitzende Andreas Fischer am Dienstag. In einer Untersuchung der Landesmedienanstalten und der KJM wurden 3.250 Vorschauen für Filme, Serien, Shows und Magazine in 14 Privatsendern geprüft. Dabei habe sich gezeigt, dass tagsüber zunehmend auch potentiell entwicklungsbeeinträchtigende Trailer für Filme oder Serien mit einer Freigabe ab 16 oder 18 Jahren zu sehen seien, so Fischer.

Anlass für die Untersuchung war die Änderung einer Bestimmung im Jugendmedienschutzstaatsvertrag zum Oktober 2016. Danach dürfen Sender nun unabhängig von der Altersfreigabe einer Sendung während des ganzen Tages dafür werben. Der gezeigte Inhalt darf laut Vertrag jedoch nicht die »Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen«. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.02.2017, Seite 15, Medien

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