Zum Inhalt der Seite

Nigeria sortiert ­Gehaltsempfänger aus

Abuja. Die nigerianische Regierung hat in diesem Jahr Zehntausende »Geisterbeamte« von der staatlichen Gehaltsliste gestrichen. Dabei handele es sich um rund 50.000 Personen, die zwar formell als Staatsbedienstete geführt und bezahlt wurden, aber nie bei der Arbeit aufgetaucht seien, wie das Präsidialamt in Abuja am Dienstag mitteilte. Präsident Muhammadu Buhari hatte die Wahl im vergangenen Jahr mit dem Versprechen gewonnen, gegen Korruption vorzugehen. Erst in der vergangenen Woche hatte Buharis Regierung neue Anreize geschaffen, um Hinweise auf Mauscheleien zu bekommen. Sie versprach Whistleblowern aus dem Staatsapparat besonderen Schutz sowie als Belohnung bis zu fünf Prozent der Summe, die durch die Hinweise eingespart werden. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.12.2016, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!