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Fast kein Elternnachzug aus Syrien

Berlin. Die Zahl der jungen syrischen Schutzsuchenden, die nur noch den subsidiären Status erhalten, ist in diesem Jahr sprunghaft angestiegen: von 105 im vergangenen Jahr auf 2.263 von Januar bis Ende November 2016. Diese Zahlen nannte die Bundesregierung in einer Antwort auf Fragen der Grünen-Abgeordneten Franziska Brantner, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Der subsidiäre Schutz schließt den Elternnachzug für zwei Jahre aus. Nur in Härtefällen – so eine von der Koalition im Februar verabschiedete Regelung – können die Eltern nachgeholt werden. In der Praxis wird die Härtefallregelung praktisch nie angewandt. Das Auswärtige Amt verwies gegenüber den Journalisten vage auf »eine Reihe von Einzelfällen, (…) in denen ein Visum erteilt wurde oder das Visumsverfahren noch läuft«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2016, Seite 1, Inland

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