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Kurdische Politiker in BRD sehen ihr Leben bedroht

Hamburg. Auch nach der Festnahme eines mutmaßlichen Spions des türkischen Geheimdienstes in Hamburg sehen kurdische Politiker in Deutschland ihr Leben weiter bedroht. »Die Kurden in erster Linie, aber auch weitere demokratische Kräfte, die in Europa leben und sich politisch betätigen, sind Zielscheibe des türkischen Staates und seines Geheimdienstes«, sagte der Kovorsitzende des Demokratischen Gesellschaftskongresses der Kurden in Europa (KCDK-E), Yüksel Koc, am Donnerstag in Hamburg. Nach seinen Kenntnissen seien im April drei Teams aus der Türkei mit jeweils zehn bis 15 Agenten nach Deutschland gekommen, »um konkret Menschen zu eliminieren«, darunter auch ihn selbst. Der vor einer Woche festgenommene Türke wird laut Bundesanwaltschaft verdächtigt, sowohl einzelne Menschen als auch kurdische Einrichtungen ausgekundschaftet zu haben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.12.2016, Seite 2, Inland

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