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Ankara: Juristen sollen enteignet werden

Istanbul. Nach dem Putschversuch will die türkische Staatsanwaltschaft die Privatvermögen von mehr als 3.000 suspendierten Richtern und Staatsanwälten beschlagnahmen lassen. Die Juristen seien bereits vom Dienst freigestellt, und ihre Festnahme sei bereits angeordnet worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag abend. Nach Angaben des Innenministeriums saßen am Mittwoch schon mehr als 1.600 von ihnen in Untersuchungshaft. Beschlagnahmt werden sollen unter anderem Immobilien, Bankkonten und Fahrzeuge. Den Betroffenen wird vorgeworfen, Verbindungen zur Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen zu haben. Die AKP-Regierung beschuldigt die Bewegung, den Staat unterwandert zu haben und für den Putschversuch verantwortlich zu sein. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.07.2016, Seite 1, Ausland

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