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20.07.2016
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Doppelt soviel Häftlinge aus Nordafrika
Berlin. Die Zahl der aus Nordafrika stammenden Inhaftierten in deutschen Gefängnissen hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Das ergab eine Umfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung (Mittwochausgabe) unter den Justizministerien der Bundesländer. Demnach lag die Zahl der Gefangenen aus Marokko, Tunesien, Libyen, Mauretanien oder Algerien, die eine Haftstrafe verbüßten oder in U-Haft saßen, 2011 bei 880. Für 2016 meldeten die Ministerien 1.911 Inhaftierte. Baden-Württemberg habe als einziges Bundesland keine aktuellen Daten geliefert. Im selben Zeitraum sei die Gesamtzahl der Gefangenen in deutschen Vollzugsanstalten rückläufig gewesen, heißt es in der Zeitung. (dpa/jW)
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