Zum Inhalt der Seite

Protest gegen irische Abtreibungsgesetze

London. Aus Protest gegen die restriktiven Abtreibungsbestimmungen in der Republik Irland und in Nordirland hat eine Gruppe von Aktivisten am Dienstag mit einer Drohne Abtreibungspillen in der Nähe der Grenze abgesetzt. Die Drohne startete in Omeath, einem Dorf im Nordosten der Republik Irland, und landete nahe des Narrow Water Castle in Nordirland, wie die Organisatoren von der »Labour Alternative« mitteilten. »Wir werden die Kampagne so lange fortsetzen, wie die Lokalpolitiker die Menschenrechte missachten«, sagte Courtney Robinson, die die Pillen entgegennahm.

Anfang April wurde eine 21jährige aus Nordirland wegen einer Abtreibung zu drei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Eine andere Frau muss mit einer langen Haftstrafe rechnen, weil sie ihrer Tochter zwecks Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft Medikamente über das Internet verschafft hatte. Abtreibungen sind in Nordirland derzeit nur zulässig, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.06.2016, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!