Zum Inhalt der Seite

Mediziner kritisieren Fallpauschalen

Hamburg. Der Kostendruck im Gesundheitswesen zwingt Mediziner dazu, Entscheidungen nicht mehr ausschließlich am Wohl der Patienten auszurichten. Zwölf Jahre nach der Einführung des sogenannten Fallpauschalensystems als Abrechnungsgrundlage in den Krankenhäusern seien dessen negative Folgen zu sehen, teilte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund am Sonntag in Hamburg mit. Unter dem Diktat der Effizienzsteigerung werde die persönliche Zuwendung zum Patienten als »idealistische Wunschvorstellung« bagatellisiert, hieß es. Die Hauptversammlung der Organisation forderte den Gesetzgeber auf, sich zur Sicherstellung der flächendeckenden und bedarfsgerechten stationären Versorgung als einer staatlichen Pflichtaufgabe zu bekennen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2016, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!