Zum Inhalt der Seite

Erneut Flüchtlingsboot vor Libyen gekentert

Rom. Unweit der libyschen Küste ist am Donnerstag erneut ein Flüchtlingsboot mit mindestens 100 Insassen im Mittelmeer gesunken. 20 bis 30 Menschen könnten bei dem Unglück ums Leben gekommen sein, sagte Rino Gentile, ein Sprecher des EU-Marineeinsatzes »Eunavfor Med«. Mehrere Dutzend Menschen seien von einem spanischen Schiff gerettet worden. Gleichzeitig seien aus Flugzeugen den Flüchtlingen im Wasser, die sich teilweise an das Holzboot klammerten, Schwimmwesten zugeworfen worden.

Die italienische Küstenwache wollte die Zahl der Opfer zunächst nicht bestätigen, erklärte aber, sie sei mit zwei Schiffen im Einsatz. Der Sprecher Marco Di Milla sagte, 88 Flüchtlinge seien gerettet worden. Insgesamt koordiniere die Küstenwache seit Donnerstag morgen etwa 20 Rettungseinsätze, bei denen bereits 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden seien. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.05.2016, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!