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»Unbescholtene Bürger« entlarven sich selbst

Hamburg. Nach Recherchen von Zeit online ist es eine Legende, dass unbescholtene Bürger »aus der Mitte der Gesellschaft« ohne Kontakt zu organisierten Neonazis für die Welle der Gewalt gegen Asylunterkünfte verantwortlich sind. Ein Team von Redakteuren habe in den vergangenen sechs Wochen 279 gewaltsame Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte überprüft und jene 65 Fälle einer genaueren Recherche unterzogen, in denen die Ermittler einen Tatverdächtigen ausfindig machen konnten, berichtete das Medium am Dienstag. Bei der Mehrzahl der Verdächtigen, die der Redaktion mit Sitz in Hamburg namentlich bekannt seien, fänden sich »Indizien dafür, dass sie rechte Ideologien und Kontakte pflegen, obwohl sie in der Statistik als unbescholtene Bürger gelten«. Diese Indizien liefern die betreffenden Personen offenbar in »sozialen Netzwerken« selbst, indem sie sich zum Beispiel auf ihrem Facebook-Profilbild mit Sprüchen wie »Stahlhelm Heimattreu« schmücken oder mit Aktivisten einer extrem rechten »Initiative Heimatschutz« befreundet sind. Bleibt die schwer widerlegbare Behauptung, dass sie weder dem Verfassungsschutz noch dem polizeilichen Staatsschutz je aufgefallen seien. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2016, Seite 15, Antifaschismus

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