Zum Inhalt der Seite

Kiew verschlechtert Situation für Krim

Kiew. Nach Anschlägen auf Stromleitungen haben die Bewohner der Krim auch am Montag ohne Licht und Heizung auskomen müssen. Wegen des Energiemangels erklärte die Führung der Halbinsel den Montag zum arbeitsfreien Tag.

Die 2014 nach einem Referendum von Russland eingegliederte Halbinsel bezieht ihre Energie zu 70 Prozent vom ukrainischen Festland. Dort hatten Krimtataren und ukrainische Faschisten Anschläge auf die Strommasten verübt. Die Bundesregierung forderte Kiew auf, das Attentat aufzuklären. Berlin erwarte, dass die Stromversorgung wiederhergestellt werde und sich derartige Anschläge nicht wiederholten, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, am Montag in Berlin.

Die ukrainische Regierung hat am Montag den Warenverkehr zur Krim offiziell unterbrochen. Regierungschef Arsenij Jazenjuk ordnete bei einer Sondersitzung des Kabinetts in Kiew an, eine Liste mit Waren zu erstellen, die nicht auf die Krim geliefert werden sollen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.11.2015, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!