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Japan: Neue Militärdoktrin verabschiedet

Tokio. Trotz heftiger Proteste und gegen den Widerstand der Opposition hat das Parlament in Tokio am Samstag der neuen Militärdoktrin von Ministerpräsident Shinzo Abe zugestimmt. Die Reform ist der größte Kurswechsel in der japanischen Verteidigungspolitik seit dem Wiederaufbau der Armee 1954 und eine Abkehr von militärischen Beschränkungen in der Verfassung. Japan kann sich künftig auf ein »Recht zur kollektiven Selbstverteidigung« berufen und in Konflikten an der Seite von Verbündeten im Ausland kämpfen – selbst wenn es selbst nicht direkt angegriffen wird. Eine Mehrheit der Japaner lehnt nach Umfragen die Änderung ab. (dpa/Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.09.2015, Seite 2, Ausland

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