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Hans Canjé gestorben

Der Journalist Hans Canjé ist tot. Das erfuhr jW am Dienstag aus seiner Familie. Er starb in der Nacht zum Dienstag in Berlin. Canjé war 1929 in Köln geboren worden und gelernter Maurer. Er trat 1951 der KPD bei. Bis zum Verbot der Partei 1956 arbeitete er als Redakteur bei deren Zentralorgan Freies Volk in Düsseldorf. Unmittelbar danach begann seine Tätigkeit beim Deutschen Freiheitssender 904, einem von DDR-Territorium für Westdeutschland ausgestrahlten Programm. Im September 1962 wurde er in der BRD verhaftet, ging nach mehr als zweijähriger Haftstrafe vorübergehend zur DDR-Nachrichtenagentur ADN und wieder zurück zum Sender »904« - bis zu dessen Einstellung am 30. September 1971. Canjé arbeitete danach im Rundfunk der DDR, war nach 1990 viele Jahre verantwortlicher Redakteur der Mitgliederzeitschrift der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) antifa und schrieb bis zu seinem Tod Beiträge für Neues Deutschland und jW. Ein Nachruf folgt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2015, Seite 15, Antifaschismus

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